Flüssigkeitsfilter
Der Einsatz von Flüssigkeitsfiltern ist relativ selten.
In den Ölbadfiltern von älteren PKW- und LKW-Modellen werden diese noch verwendet und die Luft wird durch Flüssigkeiten gefiltert. Dabei wird der Luftstrom senkrecht auf das Ölbad geleitet und dort stark abgelenkt.
Aufgrund der Trägheit behalten die schweren, luftgetragenen, Partikel ihre Richtung auf das Ölbad bei, werden dann durch die Flüssigkeit gebunden und sammeln sich in dieser. Gereinigt wird das Stahlsieb, welches sich im Ölbad befindet, mit Kaltreiniger oder Waschbenzin.
Zusätzlich ist ein intervallmäßiger Ölwechsel erforderlich, da sich die Schmutzpartikel, die durch das Stahlsieb zurückgehalten wurden, inzwischen mit dem Öl vermengt haben. Diese Ölbad-Luftfiltern werden bei zu erwartendem hohen Schmutzanfall und potenziell schlechter Ersatzteilversorgung (zum Beispiel beim Militär) verwendet.
Als Nachteil dieser sehr robusten Filterkonstruktion ist der durch die Ablenkung des Luftstroms entstehende hohe Strömungwiderstand und die damit verbundene Leistungseinbuße. Im PKW-Bereich findet die Technik vom Flüssigkeitsfilter, von Ausnahmefällen abgesehen, keine Anwendung mehr.